Tod und Trauer

Hilfe per E-Mail?

In einer Studie von Leipziger Wissenschaftlern sollen Menschen, die Angehörige verloren haben, online Hilfe finden

Guter Rat

Ist Trauertherapie per Email ein guter Weg?

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, hinterlässt er eine Lücke, die nie gefüllt werden kann. Manchmal hält die Trauer viele Jahre an. Irgendwann schaffen es die meisten aber, wieder nach vorn zu schauen und ein neues Leben ohne den Verstorbenen aufzubauen.


Krankheit

Doch 6,7 Prozent der Deutschen, die einen Verlust erlitten haben, entwickeln eine krankhafte Trauer. Noch lange nach dem Tod des geliebten Menschen sind sie im Trauerprozess gefangen, sehnen sich intensiv nach dem Verstorbenen, empfinden ihr Leben als sinn- und bedeutungslos. Sie können nicht akzeptieren, was geschehen ist. Ihnen empfehlen die Trauerforscher der Uni Leipzig eine spe­zielle Online-Therapie.


Hilfe

Ob ein Internet-Therapieprogramm eine herkömmliche psychotherapeutische Behandlung ersetzen kann, wird zurzeit in einer Studie erforscht. Bei einem fünfwöchigen Programm bekommen die Patienten bestimmte Aufgaben. Sie sollen z. B. das Ereignis noch einmal beschreiben und Briefe an imaginäre Personen schicken, denen Ähnliches widerfahren ist. Ihre E-Mails schicken sie an eine geschützte Internet-Plattform.


Psychotherapeuten beantworten sie und geben Unterstützung

Die Studie soll zwei Jahre dauern. Sie richtet sich speziell an Menschen, die Angehörige durch Selbstmord verloren haben.

 

 

 

 

Artikel von Gast verfasst
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